Die Geschichte von Preissler Music – your support on stage!
Pauken für Freddie
Es war im Frühling 1992, als Tom Preissler vom ZDF den Anruf mit der dringenden Bitte erhielt, für einen Live-Auftritt zwei Pauken mietweise zur Verfügung zu stellen. Die Pauken wurden für die legendäre Band „Queen“ mit ihrem Sänger Freddie Mercury in der damals sehr bekannten TV-Show „Der große Preis“ benötigt. Denn es hatte sich nicht nur in Berlin herumgesprochen, dass er eine Vielzahl an Schlaginstrumenten für seine Lehrtätigkeit als Lehrer für klassische Schlaginstrumente & Drums an einer Musikschule und auch als Dozent an der Universität zusammengetragen hatte.
Kurzum, das ZDF bekam von ihm die Pauken ausgeliehen und der Drummer von Queen, Roger Taylor, hatte seine wahre Freude daran. Doch bei diesem einen Einsatz sollte es nicht bleiben. Kurze Zeit später wurden die Pauken für Freddie Mercury und Queen erneut im Fernsehen gebraucht und auch noch im gleichen Jahr für ein Orchester auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin benötigt.
Tom Preissler recherchierte zu diesem Thema und bemerkte, dass ein recht großer Bedarf an Mietinstrumenten insbesondere für den Klassikbereich bestand. So war die Idee geboren, seine Instrumente nicht nur im Unterricht, sondern auch auf den großen Bühnen zum Einsatz kommen zu lassen. Um das Ganze offiziell korrekt zu handhaben, ergriff er die Initiative und meldete die Firma „Preissler Percussion – Rent A Drum“ im November 1992 offiziell als Gewerbe und ® eingetragenes Markenzeichen an.
Preissler Percussion – Der Anfang war gemacht
Mit den Einnahmen aus dem Schlagzeugverleih wurden weitere Instrumente und auch Reparaturen finanziert. Und es kamen langsam aber stetig immer mehr Anfragen herein. Eigentlich hatte Tom Preissler vor, die Instrumente in erster Linie im Unterricht für seine Schüler und Studenten einzusetzen und sie lediglich nur zu deren Erhalt zu vermieten. Denn weder die Musikschule, noch die Universität konnten oder wollten die Mittel zum Kauf eigener professioneller Schlaginstrumente bereitstellen. Doch es kam anders.
Die Nachfrage nach den Mietinstrumenten war ungebrochen und parallel dazu wuchs auch das Instrumentarium bei Tom Preissler an. Gegen Ende der 1990er Jahre waren es 400 verschiedene Instrumente. Ein unglaublicher Meilenstein und als reines Unterrichtsmaterial eines Lehrers und Dozenten für Schlaginstrumente einfach nur fantastisch. Die Instrumente kamen zu regelmäßigen Percussionkonzerten mit seinen Schülern und Studenten in der Berliner Philharmonie, der bekannten Akademie der Künste und vielen anderen Konzertsälen zum Einsatz. Aufgrund ihrer Einzigartigkeit und der vielen Instrumente zunehmend begleitet von Presse, Radio und TV.
Von Schlagzeug und Percussion zu Orchesterinstrumenten & Backline für Jazz und Rock
In den Folgejahren erweitere sich das Instrumentarium noch mehr und so gab es bald kaum noch etwas, dass Tom Preissler nicht im Verleih und zum Unterricht zur Verfügung hatte. Dabei wäre es sicher beim reinen Verleih von Schlaginstrumenten geblieben, wäre es nicht zum brutalen Terrorakt am 11. September 2001 in den USA und dessen weltweiten Folgen gekommen. Nach den Terroranschlägen hatten vor allem Orchester aus den USA große Probleme damit, ihre Instrumente nach Rückkehr von einer Tour aus den Kontrollen an den Airports wieder zurückzubekommen. Das betraf aus Sicherheitsgründen auch Orchester und Musiker aus anderen Erdteilen. Es konnte gut 4 Wochen und mehr dauern, bis die Orchester wieder spielbereit waren. Für professionelle Musiker ein extrem großes Problem.
Das führte dazu, dass Tom Preissler binnen kurzer Zeit viele Anfragen nach kompletten Orchesterausstattungen mit allen großen Instrumenten erhielt. So wurden plötzlich hochwertige Kontrabässe, Konzertharfen, Blechblasinstrumente, Celesta, Harmonium und mehr angefragt. Doch davon hatte er nichts im eigenen Bestand und musste diese Instrumente mühevoll aus allen Ecken Deutschlands ausleihen und zusammentragen. Sehr schnell wurde klar, dass ein reiner Schlagzeugverleih auf Dauer nicht dem Markt gewachsen sein wird.
Es folgte somit im Jahr 2011 die Umbenennung der Firma „Preissler Percussion – Rent A Drum“ in Preissler Music – your support on stage!, das Geschäftsfeld wurde auf die Vermietung aller Arten von Musikinstrumenten erweitert und es kam eine eigene Fahrzeugflotte hinzu. Zeitgleich hörte Tom Preissler nach nunmehr 32 Jahren auf zu unterrichten, gab seinen Lehrauftrag im Fach Schlaginstrumente an der Universität auf und widmete sich fortan intensiv dem Aufbau und der Führung des Unternehmens.
Aus Preissler Percussion wurde Preissler Music
Es war ein harter und ein langer Weg, die sehr teuren und wertvollen Instrumente anzuschaffen. Jedes dieser Instrumente hat eine eigene, manchmal sogar abenteuerliche Geschichte, wie es seinen Weg zu Preissler Music fand. Dazu gehören nicht nur klassische Orchesterinstrumente, sondern auch eine Vielzahl an Backline für Jazz und Rock. Ebenso Keyboards, Digitalpianos, Stagepianos, Konzertgitarren, E-Gitarren, E-Bässe und selbst eine originale HAMMOND B3 Orgel aus dem Jahr 1956 fanden ihr Zuhause bei Preissler Music.
Doch es gab und es gibt zunehmend noch ein weiteres Problem für alle internationalen Orchester, Jazzbands und Solisten auf Reisen nach Europa. Die Kosten für Airline Cargo und auch für die Versicherung steigen stetig und rasant an. Selbst hochprofessionelle Spitzenorchester können diese Kosten nur noch mit Mühe stemmen. Es werden mehr und mehr Instrumente bei einer Orchestertour dazu gemietet, um Kosten einzusparen. Immer häufiger werden wir von Preissler Music mit der kompletten Ausstattung von Orchesterreisen mit allen größeren Instrumenten, allem erdenklichen Zubehör und auch dem Orchestertransport selbst beauftragt. Mit diesem Komplettservice aus einer Hand und den hochwertigen Musikinstrumenten ist Preissler Music in Deutschland und Europa einzigartig.
Der größte Instrumentenverleih für Klassik und Jazz
Heute sind es weit über 2.000 verschiedene Instrumente. Und es gibt kaum ein Musikinstrument, dass sich nicht auf den 1.000 m² Fläche von Preissler Music finden lässt. Kontrabässe alter Meister, viele über 100 Jahre alt. Blasinstrumente von Kontrafagott über Bassklarinette, von Tuba bis Sousaphone und Schlagwerk, Percussion und Trommeln wirklich ohne Ende. Dazu viele musikalische Filmrequisiten, die immer wieder gern für nationale und internationale Film- und TV-Produktionen eingesetzt werden. Und nicht zuletzt Hunderte professionelle Orchesterstühle, Notenpulte, Pultleuchten, Dirigentenpodeste und weiteres Orchesterzubehör aller Art sind Bestandteil des Mietequipments von Preissler Music.
Wir blicken in unserem Lager mit Stolz auf insgesamt 3.800 Mietgegenstände. Alle angeschafft in mühevollen kleinen Schritten, ohne jemals einen Kredit aufgenommen zu haben. Nach nunmehr 33 Jahren Preissler Music und sagenhaften 50 Berufsjahren von Tom Preissler ist erst alles komplett und das Ziel erreicht, auf das er mit tatkräftiger Unterstützung seines Teams über Jahrzehnte unermüdlich hinarbeitete.
Doch irgendein außergewöhnliches Wunschinstrument wird es in unseren Träumen immer geben. Die Vielfalt an Klängen und Musikinstrumenten aller Kulturen rings um unseren Erdball ist überaus vielfältig und unschätzbar groß. Viel zu groß, um alles zu besitzen. Und es wäre sehr vermessen zu glauben, dass man so etwas jemals erreichen könnte.
Wir, als Team von Preissler Music, können nur den Versuch wagen, dem so nahe zu kommen, wie es uns möglich ist…